Kennst du das auch? Du stellst deiner Katze Trockenfutter hin, sie schnuppert kurz – und läuft weg. Aber sobald du eine Dose Nassfutter öffnest, ist sie blitzschnell zur Stelle. Ich kenne das von meiner Katze genau so. In diesem Artikel verrate ich dir, warum das so ist und ob Nassfutter wirklich besser für deine Samtpfote ist.
Einleitung
Ich habe es selbst oft erlebt: Ich kaufe teures Trockenfutter, fülle den Napf – und meine Katze guckt mich an, als hätte ich ihr Steine hingelegt. Aber wehe, ich öffne eine Dose Nassfutter. Dann steht sie innerhalb von Sekunden neben mir, schnurrt wie ein Motor und drängelt. Das ist kein Einzelfall. Viele Katzenbesitzer gehen mir da ähnlich. Aber warum ist das eigentlich so? Ich habe mich mal auf die Suche nach der Antwort gemacht.
Der Geruchssinn
Katzen haben einen wahnsinnig guten Geruchssinn – viel besser als wir Menschen. Nassfutter riecht intensiv, würzig und für Katzen einfach unwiderstehlich. Trockenfutter dagegen riecht oft nach nichts Besonderem, vor allem wenn es schon ein paar Stunden im Napf liegt. Meine Katze reagiert schon, wenn ich die Dose nur aufmache. Das liegt am Eiweißgeruch. Der sagt ihrem Gehirn: ‚Aha, das ist richtiges Futter!‘ Und dann schaltet sie in den Jagdmodus.

Die Textur
Katzen sind Gewohnheitstiere. Und sie lieben weiche, feuchte Textur – weil das in der Natur auch so ist. Frisch gefangene Maus oder Vogel ist nämlich auch feucht und weich, nicht trocken und hart. Trockenfutter knirscht so komisch zwischen den Zähnen. Meine Katze kaut Trockenfutter manchmal widerwillig, aber Nassfutter schleckt sie richtig genüsslich weg. Es fühlt sich einfach natürlicher für sie an.
Der Geschmack
Ganz ehrlich: Trockenfutter schmeckt für eine Katze oft langweilig. Es ist stark verarbeitet und verliert durch die Hitze bei der Herstellung viel von seinem natürlichen Geschmack. Nassfutter dagegen kommt im eigenen Saft daher – quasi wie ein schönes, saftiges Steak für uns. Viele Katzen mögen einfach den intensiven Fleischgeschmack von Nassfutter viel lieber. Meine dreht bei manchen Sorten richtig durch, während sie Trockenfutter nur nebenbei mal anknabbert.
Der Feuchtigkeitsgehalt
Das ist ein Punkt, den viele nicht auf dem Schirm haben: Katzen trinken von Natur aus wenig. In der Wildnis decken sie ihren Flüssigkeitsbedarf fast komplett über ihre Beute – die besteht zu etwa 70 bis 80 Prozent aus Wasser. Nassfutter kommt da mit 75 bis 80 Prozent Feuchtigkeit ziemlich nah ran. Trockenfutter dagegen hat nur um die 10 Prozent. Meine Katze trinkt zwar ab und zu, aber nie genug, um das trockene Futter auszugleichen. Kein Wunder, dass sie Nassfutter lieber mag – es stillt gleichzeitig Hunger und Durst.
Gesundheitliche Aspekte
Aus meiner Erfahrung und nach vielen Gesprächen mit Tierärzten ist Nassfutter für die meisten Katzen die bessere Wahl. Es schont die Nieren, weil die Katze mehr Flüssigkeit aufnimmt. Das ist vor allem bei älteren Katzen wichtig, die oft Nierenprobleme bekommen. Außerdem macht Nassfutter schneller satt, weil es voluminöser ist. Meine Katze neigt weniger zu Übergewicht seit ich hauptsächlich Nassfutter füttere. Trockenfutter ist dagegen sehr kaloriendicht – eine Handvoll kann schon so viel Energie haben wie eine ganze Mahlzeit.
Gibt es Katzen die Trockenfutter bevorzugen
Klar, Ausnahmen gibt es immer. Manche Katzen wurden als Kitten mit Trockenfutter großgezogen und kennen nichts anderes. Andere mögen einfach das Knuspern oder haben Zahnprobleme, bei denen weiches Futter unangenehm ist. Aber in meinem Bekanntenkreis sind das wirklich die Ausnahmen. Die meisten Katzen werden auf Dauer zu Nassfutter-Fans, sobald sie mal gutes probiert haben.
Fazit
Für mich ist die Sache klar: Meine Katze liebt Nassfutter nicht ohne Grund. Es riecht besser, schmeckt intensiver, fühlt sich natürlicher an und versorgt sie mit wichtiger Flüssigkeit. Trockenfutter gebe ich nur noch als gelegentlichen Snack oder wenn ich mal unterwegs bin und es länger frisch bleiben muss. Aber die Hauptmahlzeiten sind bei uns nass. Deiner Katze tust du damit auf jeden Fall etwas Gutes – und sie wird es dir mit zufriedenem Schnurren danken.
FAQ
Ist es schlimm, wenn meine Katze kein Trockenfutter mag?
Überhaupt nicht. Viele Katzen kommen hervorragend mit reiner Nassfutter-Ernährung klar. Achte nur auf gute Qualität und genug Abwechslung.
Kann ich Nassfutter und Trockenfutter mischen?
Klar, manche Katzen mögen die Mischung. Aber mach nicht zu viel Trockenfutter rein – sonst wird die Flüssigkeitsaufnahme wieder schlechter.
Warum frisst meine Katze manchmal Nassfutter und am nächsten Tag nicht?
Katzen sind manchmal einfach wählerisch oder haben einen kleinen Hunger. Vielleicht ist die Sorte langweilig für sie geworden. Ein bisschen Abwechslung hilft oft.

